2018 056 bernaparrocchia

Venerdì 8 giugno si è riunito il Parlamento della Chiesa Cantonale di Berna. La nostra mozione per la rappresentanza di 4 membri delle Missioni in Parlamento è stata bocciata da 38 persone (e 6 astenuti). In quel momento mi sono sentito come un corpo estraneo di questa chiesa. Nonostante gli sforzi per imparare la lingua e per conoscere la struttura di questa chiesa, la fatica di collaborare a più livelli e su progetti sociali e pastorali con vari gruppi e settori… per sentirsi parte e membro attivo di questa chiesa tutto ciò non basta: alla fine 38 persone ci hanno fatto sentire ancora estranei.

Il tutto era già deciso. Le posizioni da prendere erano già chiare prima ancora della riunione: la legge cantonale non prevede la nostra partecipazione. Chi ha formulato il testo ha mobilitato anche gli avvocati per motivare giuridicamente il NO alla nostra partecipazione, ma non ha speso un minuto del suo tempo per incontrarci e costruire insieme un progetto.

Ci permettono di far parte del Parlamento tramite una Commissione degli stranieri. Non ci hanno chiesto cosa ne pensiamo e se questa Commissione può funzionare, ma hanno pensato e deciso per noi, come se non ne fossimo capaci o non sapessimo cosa è bene per noi e per la Chiesa di cui facciamo parte. Ancora una volta la logica: “gli svizzeri e gli altri”, “loro e noi”. Siamo ancora a questi livelli. Stiamo tornando indietro nel tempo.

Mi sono sentito come se stessimo implorando di esistere e di avere voce nel Parlamento della Chiesa, quasi di dover giustificare la nostra presenza. Ci dicono che non capiamo il senso del Parlamento… mi chiedo se ora, con la loro decisione, lo capiremo meglio.

Perché è difficile riconoscere le Missioni linguistiche così come sono? Qualcuno ha deciso che non devono più esistere, che gradualmente devono sparire e che le persone devono integrarsi nelle parrocchie territoriali. Che base teologica e che visione ecclesiale hanno queste persone?

Mi è stato detto che la Chiesa cantonale è distinta dalla pastorale. Dicono che le decisioni del Parlamento sono altro rispetto alla pastorale, ma a me non sembra. Il principio duale nasce in vista della complementarietà, non per la separazione.

Per chi ha un po’ di memoria storica delle vicende della chiesa svizzera o ha letto qualche libro, mi sembra di rivivere un nuovo “caso Sabo” (potrei indicare qualche libro in merito).

Ma siamo sempre Chiesa o no? Quei 38 sinodali che hanno votato contro la nostra partecipazione sono membri di una chiesa o di un partito politico? Si poteva prendere un po’ di tempo e trovare insieme una soluzione, come ha proposto 1 solo sinodale (grazie Sig. Riva), ma non è stato voluto. Non ci sarà più il tempo.

Qualcuno alla fine del Parlamento mi ha detto: “Padre non se la prenda, questa è la democrazia”. Certo, una democrazia non rappresentativa di tutti, dove pochi decidono per il resto. E non mi si dica che 24 persone tra i sinodali hanno un retroterra migratorio. Queste persone sono là per rappresentare le parrocchie territoriali, non le Missioni. È un male essere parte delle Missioni? È un peccato da redimere prima possibile? Perché facciamo fatica a immaginare un futuro di convivenza tra parrocchie territoriali e missioni linguistiche?

Se 38 persone hanno cambiato una prassi in corso da vari anni, le stesse possono anche modificare la legge e creare una struttura statale ecclesiale diversa, nel reciproco riconoscimento tra parrocchie territoriali e missioni linguistiche. Ma perché non lo si vuole? Dove sta il vero problema? Faccio una previsione: se la proposta della Commissione degli stranieri non funzionerà, ci diranno: “Vi abbiamo dato l’opportunità e non l’avete colta!”. Alla fine sarà sempre colpa degli stranieri.

Padre Antonio Grasso,

Missione cattolica di lingua italiana - Bern


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Am Freitag, den 8. Juni hat die Synode der Landeskirche getagt. Unser Antrag auf die Aufnahme von 4 Mitgliedern der Sprachmissionen ins Parlament wurde (bei 6 Enthaltungen) von 38 Personen abgelehnt. Bei Bekanntgabe des Ergebnisses habe ich mich wie ein Fremdkörper gefühlt. Und das trotz der Bemühungen, die Sprache zu lernen und die Organisationsstruktur dieser Kirche kennenzulernen, trotz der Zusammenarbeit mit anderen Gruppen in sozialen und pastoralen Projekten auf verschiedenen Ebenen. All das reicht nicht aus, um sich als Teil und aktives Mitglied dieser Kirche fühlen zu können. Dennoch haben uns 38 Menschen das Gefühl vermittelt, noch immer Fremde zu sein.

Alles war bereits entschieden. Die Position, die vertreten werden würde, war schon vor dem Treffen klar: Das kantonale Recht sieht unsere Aufnahme in die Synode nicht vor. Diejenigen, die den Text verfasst haben, haben sich sogar an Rechtsanwälte gewandt, um ihr NEIN zur Aufnahme der Missionsvertreter in das Kirchenparlament rechtlich begründen zu können, aber sie haben keine Minute ihrer Zeit dafür aufgewendet, uns zu begegnen und gemeinsam etwas Neues aufzubauen.

Uns wird es erlaubt sein, als Ausländerausschuss Teil des Parlaments zu sein. Doch wir wurden nicht gefragt, was wir davon halten und ob so ein Ausschuss unserer Ansicht nach funktionieren kann, sondern es wurde für uns darüber nachgedacht und für uns darüber entschieden, als ob wir das nicht könnten oder nicht wüssten, was gut für uns und für die Kirche ist, der wir angehören. Wieder einmal gemäss der Logik: "Die Schweizer und die Anderen", "sie und wir". Wir bewegen uns immer noch auf dieser Ebene. Wir gehen in der Zeit zurück anstatt uns weiterzuentwickeln.

Ich fühlte mich, als ob ich darum flehen müsste, in das Parlament der Kirche aufgenommen zu werden und eine Stimme zu haben , fast so, als müsste ich unsere Existenz rechtfertigen. Uns wird gesagt, dass wir die Bedeutung des Parlaments nicht verstehen... Ich frage mich, ob wir sie nach dieser Entscheidung besser verstehen werden.

Warum ist es so schwer, die Sprachmissionen so anzunehmen, wie sie sind? Irgendjemand hat beschlossen, dass es sie nicht mehr geben soll, dass sie allmählich aufgelöst werden und die Menschen sich in die Territorialpfarreien einfügen sollen. Welche theologische Grundlage und welche kirchliche Vision haben die Menschen, die so etwas vorschlagen?

Man sagt mir, dass Landeskirche und Pastoralkirche nicht das Gleiche sind, dass sich die Entscheidungen des Parlaments nicht auf pastorale Tätigkeiten beziehen, aber mich überzeugt diese Position nicht. Das duale Prinzip basiert auf dem Gedanken der Komplementarität und nicht der Trennung.

Für diejenigen, die sich an die Geschichte der Schweizer Kirche erinnern oder Bücher darüber gelesen haben: Mir scheint, wir erleben einen neuen «Fall Sabo» (und ich könnte einige Buchempfehlungen zu diesem Thema geben).

Aber wir sind doch immer noch Kirche oder nicht? Sind die 38 Synodalen, die gegen unsere parlamentarische Teilhabe gestimmt haben, Mitglieder einer Kirche oder einer politischen Partei? Man hätte sich die Zeit nehmen können, um gemeinsam eine Lösung zu finden, wie es ein einziger Synodaler vorgeschlagen hat (danke, Herr Riva), aber das war nicht gewollt. Wir haben diese Zeit nicht mehr.

Jemand sagte am Ende der Synode zu mir: «Pater Antonio, nimm es dir nicht so zu Herzen, so ist das eben in einer Demokratie!» Ja, das stimmt, aber das ist so in einer Demokratie, in der nicht alle repräsentiert sind und in der einige wenige für alle entscheiden. Und sagen Sie mir bitte nicht, dass 24 Synodale einen Migrationshintergrund haben. Diese Leute vertreten die Territorialpfarreien, nicht die Missionen. Ist es denn etwas Schlechtes, zu einer Sprachmission zu gehören? Ist es eine Sünde, von der man so schnell wie möglich erlöst werden muss? Warum fällt es uns so schwer, uns eine Zukunft vorzustellen, in der Ortspfarreien und Sprachmissionen nebeneinander und miteinander bestehen?

Wenn 38 Personen eine mehrjährige Praxis abgeschafft haben, können sie auch das Gesetz ändern und eine andere staatskirchliche Organisationsstruktur schaffen, die auf dem Prinzip der gegenseitigen Anerkennung von Ortspfarreien und Sprachmissionen fusst.
Warum aber ist das nicht gewollt? Worin liegt das eigentliche Problem? Ich sage Folgendes voraus: Wenn das Projekt Ausländerausschuss nicht funktioniert, werden sie zu uns sagen: „Wir haben Ihnen die Gelegenheit zur Teilhabe gegeben und Sie haben sie nicht genutzt!“ Am Ende werden wie immer die Ausländer Schuld sein.

Pater Antonio Grasso,

Italienischsprachige katholische Mission - Bern


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